Der Akku-Schwingschleifer

Mit einem Akku-Schwingschleifer ist es möglich, Oberflächen aufzurauen, Unebenheiten und Materialien abzutragen und Flächen mit entsprechend feinen Schleifmitteln zu glätten. Wie die elektrische, kabelgebundene Variante ist eine rechteckige Form des Schleiftellers typisch. Die Funktion besteht auch hier in Schwingungen, die bei hohem Minutentakt ausgeführt werden. Häufig ergänzt ein Akku-Schwingschleifer einen Bandschleifer, und zwar an Ecken, Winkeln und anderen, ansonsten schwer zugänglichen Stellen. Das Schleifergebnis mit Akkumodellen ist sehr gut und dem mühseligen, aber gründlichen Schleifen von Hand überlegen. Für zufriedenstellende Arbeitsergebnisse gehört ein ausdauernder Akku in das Werkzeug. Bei geplanten längeren Schleifprojekten ist es empfehlenswert, einen Ersatzakku in erreichbarer Nähe bereitzuhalten. Hochwertige Akkus leisten allerdings über Stunden sehr gute Arbeit.

Die besten Akku-Schwingschleifer der Marktführer im Vergleich

Bosch, ohnehin ein Werkzeugexperte von hohem Markenimage, bietet Akku-Schwingschleifer in der Sonderform eines Deltaschleifers an. Da dieses Präzisionswerkzeug häufig an Geländern, Zaunfeldern oder anderswo im Garten Verwendung findet, ist die Unabhängigkeit von einem Netzanschluss ein großer Vorteil. Das Angebot des Marktführers Makita im Bereich Akkuwerkzeug umfasst ein Multifunktionswerkzeug, auf das auch der Schleifaufsatz eines Schwingschleifers gesteckt werden kann. Allerdings ist hier vor dem Kauf Aufmerksamkeit gefordert: Es gibt ein etwas teureres MAKPAC, bei welchem Akku und Ladegerät enthalten sind und eine günstigere Variante ohne Akku und Ladegerät. Als „Mausschleifer“ bezeichnet Mannesmann seinen Deltaschleifer, also einen Akku-Schwingschleifer mit dreieckiger Schleifplatte. Diesen bietet der Marktführer im Koffer mit einigem Zubehör an.

Preisklassen und Preisunterschiede bei Akku-Schwingschleifern

Feste Preisklassen sind bei den Marktführern nicht erkennbar. So bietet Bosch einen Akku-Schwingschleifer mit 10,8 V für ca. 100 Euro, sein leistungsstärkeres 18-V-Akkuwerkzeug für 150 Euro an. Der Zubehörumfang ist mit je drei Schleifblättern, einem Akku, einem Ladegerät und einem Aufbewahrungskoffer identisch. Für die per Aufsatz veränderliche Multifunktionalität (das Werkzeug kann auch sägen und schneiden) verlangt Makita bei Lieferung ohne Akku und Ladegerät 250 Euro. Wer beides nicht zukaufen möchte, bekommt für 370 Euro das 41-teilige Komplettset in einer Zubehörbox. Der deutlich höhere Preis ist außerdem in der hohen Leistung, der elektronisch regelbaren Schwingzahl, einem integrierten Sanftanlauf und Schutz vor versehentlichem Wideranlauf begründet. Beim „Mausschleifer“ von Mannesmann für 90 Euro ist der Akku im Gerät eingebaut. Zum Zubehör dieses speziellen Akku-Schwingschleifers gehören fünf Schleifpapiere in Deltaform und ein Aufbewahrungskoffer.

Einsatzgebiete für Akku-Schwingschleifer

Akku-Schwingschleifer sind für Renovierungsarbeiten außer Haus optimal. Geländer schleifen, Fensterrahmen von altem Lack befreien, den Zaun entrosten, die alte Gartenlaube für einen Neuanstrich vorschleifen – dies sind wenige von vielen Einsatzgebieten im Bereich des Heimwerks. Hochwertige Werkzeuge der Marktführer sind mit Sensoren ausgestattet, welche Akkuleistung sparen. So gibt der Akku je nach Schleifdruck mehr oder weniger Leistung ab. Bei leichteren Feinarbeiten bedeutet dies viel länger die volle Kraft. Wer ohne Netzanschluss und Verlängerung im Rauminneren arbeiten möchte, kann ebenfalls als Alternative den Akku-Schwingschleifer verwenden. Bei allen Einsatzplänen und unabhängig von der bisherigen Zuverlässigkeit der Akkus ist es empfehlenswert, einen Ersatzakku rechtzeitig vorzuladen. So lässt sich die Arbeit am Projekt um einige Stunden verlängern und die Renovierungszeit deutlich verkürzen.

Sicherheit und Risiken bei Akku-Schwingschleifern

Der schwächste Punkt beim Akku-Schwingschleifer ist der Akku. Lithium-Ionen-Akkus gelten als leistungsstark. Der früher gefürchtete Memory-Effekt, welcher die Ladekapazität allmählich verringerte, wurde von den Entwicklern inzwischen ausgemerzt. Trotzdem ist bei umfangreicheren Schleifprojekten nach einiger Zeit ein Nachlassen der Leistung bemerkbar. Mit einem Ersatz-Akku lässt sich dies leicht beheben. Wie bei der kabelgebundenen Version kann auch beim Akkuwerkzeug eine Überhitzung des Motors Defekte verursachen. Hochwertige Modelle sind dagegen mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet. Dieser führt bei Bedarf zum automatischen Abschalten. Die Staubentwicklung ist beim Akku-Schwingschleifer ebenso stark wie bei anderen Werkzeugvarianten. Um dieses Gesundheitsrisiko zu minimieren, kann an allen Modellen eine Fremdabsaugung per Adapter angeschlossen werden.